Illusionierung

Nicht jeder Ort, nicht jeder Mensch ist immer das was Du auf den ersten und meist auch auf den zweiten Blick zu sehen und erfahren glaubst. Hinter dunklen Mauern kann ein helles Licht verborgen liegen, und in einem sonnigen Tal liegt oft eine düstere Geschichte.

Es ist nicht alles Gold was glänzt.

Und es ist nicht immer Wahrheit was Realität ist.

Die Menschheit wurde über die Jahrhunderte zu Meistern der Täuschung; Selbsttäuschung, Veränderung der bestehenden Tatsachen zu einer falschen Realität, die nur als Einbildung existiert. Doch genau das sehen die Menschen, sie sehen das was Du ihnen zeigst.

Doch zu sehen was ist, ist leichter als Du denkst. Regeln sind gut, doch Regeln können auch Konstrukte sein, die nur die Fassade halten, hinter der sich etwas verbirgt, was Dir niemand zeigen möchte. Lerne zu erkennen, wann es gut ist auch einmal gegen die Regeln zu gehen, Deinem eigenen Ruf zu folgen. Denn die Gesellschaft rät Dir immer nur nach den Regeln zu gehen und unsere gegebene Intuition zu hintergehen, nicht zu hören, nicht zu fühlen, nur zu funktionieren.

Folge dem was in Dir ist. Die besten Spieler spielen nicht immer nach den Regeln, sie brechen zwar keine Gesetze, doch sie verstehen die Grauzone zwischen Schein und Sein, zwischen Existenz und Eindruck.

Diese Welt besteht nicht nur aus Schwarz und Weiß, drum lerne in den Grauzonen zu leben und diese zu entdecken und auszuweiten. Denn nur wer lernt die Grauzone richtig einzuschätzen und zu nutzen, nur der ist fähig wahre Farben zu sehen.

Falsche Entscheidungen und richtige Fehlentscheidungen

Ich sage ja immer es gibt kein wirkliches Falsch. Und das stimmt, jede Entscheidung, die wir treffen, ist genau so richtig wie wir sie getroffen haben.

Es geht nicht immer darum, dass wir erleben was wir uns wünschen, was sich gut anfühlt, was wir brauchen, nach was wir uns sehnen. Und es ist auch richtig, dass wir uns fühlen, als hätten wir eine falsche Entscheidung getroffen, wenn wir nicht das Resultat erhalten, welches wir wollten. Manchmal erhalten wir ja auch das genau gegenteilige Ergebnis. Und das ist gut.

Denn es geht oft weniger um das, was wir erlebt haben, was wir möchten; manchmal geht es auch schlicht und einfach um das, was wir nicht erhalten haben und was es mit uns macht. Eine Erkenntnis getreu meinem „Was-Wäre-Wenn“-Motto.

Denn hätten wir anders entscheiden, so hätten wir wohl nie diese Erkenntnis, auch mag sie eine Enttäuschung sein, nie erhalten.

In diesem Fall haben wir eine richtige Fehlentscheidung getroffen.

Jede Entscheidung, die wir trafen, und die sich im Nachgang „falsch“ anfühlt, ist eine richtige Fehlentscheidung; doch sie ist niemals falsch. Denn wir wissen, dass wir diese Entscheidung nicht erneut treffen werden. Doch ohne diese eine Entscheidung dafür hätten wir das nie sicher erfahren.

Also bereue nichts was Du tust, denn Du tust das Richtige.

Auch wenn es manchmal auch nur die Gewissheit darüber ist, dass Du es nicht erneut tun wirst.

Sicherheit und Verlangen

Die härteste Distanz ist die zwischen dem was Du tun möchtest und dem was Du tun solltest… Denn wenn beides nicht das gleiche ist, oder sich gar widerspricht, dann wirst Du nur verlieren können. Klar, man kann nicht im Leben verlieren, man kann nur einen Teil des gewünschten Ziels erlangen. Doch da kommt die Frage, was willst Du tun? Was ist Dir wichtiger, was ist Dir mehr wert.

Ich habe immer schon den Weg gewählt vor dem ich am meisten Angst hatte, denn Angst ist immer etwas vor dem man nicht weg laufen sollten. Man sollte sich ihr stellen, einfach mal sich einlassen und nicht in Zurückhaltung das Leben leben. Wir sollten immer offen sein für das was kommt, das ausleben was sich gerade anbietet, alles mitnehmen, keine Zeit verschwenden.

Wir leben zu oft in Zurückhaltung, denn warum etwas riskieren? Sind wir nicht oft genug verletzt worden, hat man uns nicht genug weh getan, warum wieder Gefahr laufen Wunden aufreißen zu lassen, die so lange gebraucht haben um endlich zu heilen?

Doch nun stellen wir uns doch mal diese eine Frage:

Sind wir wirklich glücklich und zufrieden ohne alles was uns doch insgeheim fehlt?

Wir tragen alle dieses Verlangen in uns, nach etwas, das wir nicht mehr haben, weil uns der Mut fehlt es zu riskieren. Denn ja, Verletzungen kommen und gehen, doch Wunden können nur heilen, wenn wir uns der Angst stellen, wenn wir lernen alles wieder zuzulassen.

Praktisches Beispiel: Wenn Ärzte uns impfen verabreichen sie uns gewissermaßen Teile der Krankheit, damit der Körper gezielt Antikörper bilden kann und so künftig vor eine Infektion geschützt ist.

Also lernen wir daraus, dass wir den Schmerz erleben müssen, bis es uns einfach irgendwann nicht mehr weh tut. Erst dann haben wir uns selbst besiegt.

Denn in Sicherheit zu leben ist letztlich nur Überleben und Verdrängung ist kein bewusstes Ausleben. Wir können nur nach dem „alles oder nichts“ Prinzip leben.

Entweder wir leben mit all den Risiken, den Emotionen, den Ängsten und den Freuden oder wir leben überhaupt nicht. Wir existieren nur.

Bekämpfte was Dich Blockiert mit dem was Dich blockiert. Und vergiss nie; die Angst fürchtet sich am meisten davor gelebt zu werden.

Reanimation

Und auf einmal stehst Du still. Mit einem Schlag, den Du meist nicht mal merkst baut Dein ganzes System ab und Du funktioniert nur noch. Klar, Du lebst noch, Du bist noch da, doch Du bist nicht mehr Du. Du bist die absolute Perfektion all Deiner Fassaden geworden, sodass Du vollkommen vergisst wer Du wirklich bist. Du funktionierst halt, ohne jegliche Selbstkontrolle.

Ja, es gibt den lebendigen Tod.

Du existiert, abr Du lebst nicht. Wir streben immer danach Gefühle zu leben ohne von ihnen beherrscht zu werden. Doch manchmal ist dies nicht möglich. Und Du verblasst in der Ambition die Kontrolle über Dich selbst zu bewahren. Man merkt dies kaum, es ist als bist Du taub. Nicht gehörlos, sondern emotional taub. Du spürst nichts mehr, es tut nicht weh, es macht Dich nicht glücklich, es erfüllt Dich nicht, aber es ist ok. Was wir Menschen doch alles tun, nur um nicht mehr verletzlich zu sein…

Doch es kommt der Moment an dem Du merkst, dass etwas fehlt. Da ist dieses Loch in Dir, diese Lücke, in die all Deine Emotionen gehören, doch Du kannst sie nicht mehr zulassen. Du kannst plötzlich lieben ohne zu lieben, fühlen ohne zu fühlen, Leiden ohne Schmerz zu spüren… Wie geil kann das denn sein? – überhaupt nicht.

Du spürst unerwartet Verlangen nach etwas, was Du gar nicht mehr spüren möchtest, sehnst Dich nach Emotionen, die Dir doch einst so geschadet haben. Willst schlagartig alles tun, nur um wieder einmal das Gefühl zu haben am Leben zu sein. Denn Du lebst, ohne etwas davon zu haben.

Auf einmal rennt diese Zeit davon…

Tage werden Wochen, Wochen werden Monate, etwas fehlt, doch Du vermisst es nicht, und dennoch fehlt etwas. Der Widerspruch des eigenen Selbst ist unmöglich zu überwinden. Du willst, weißt nicht wie, doch bist Dir bewusst was zu tun ist. Emotionen zulassen, leicht gesagt. Du hast vergessen was es heißt zu fühlen. Du existierst, doch Du lebst nicht mehr.

Und dann lässt Du es zu, der Schmerz haut Dir ins Gesicht wie als würden Panzer über Dich drüber Rollen. Zack, gehst Du wieder auf Abstand. Was ist nur passiert? Warum tust Du das? Warum fühlst Du diesen Schmerz?

Die Verarbeitung der Vergangenheit schließt sich nicht von selbst ab.

Emotionen, wie unter Eis vergraben tauen auf, erwachen erneut, erinnern Dich an das was Du nie bewusst verarbeitet hast, abgeschlossen hast. Doch es ist einfach nicht der Weg all das zu Verdrängen. Verdrängung ist die Waffe des Egos um sich selbst in einer illusionären Selbstansicht zu verbessern. Doch es ist und bleibt Illusion.

Schmerz ist gut.

Akzeptiere all den Schmerz die Trauer, die Verzweiflung, die Fehler, die Missgeschicke, die Verleumdung, die Einschränkung, die unerträglichen Formen des Schmerzes. Es gibt Dir doch das Gefühl ein Mensch zu sein, zu leben, zu fühlen, Du zu sein.

Denn nur wer lernt seinen Schmerz und seine Verletzungen zu akzeptieren, dem, und nur dem alleine, kann Schmerz nichts mehr anhaben.

Lebe alle Deine Emotionen in der Akzeptanz. Es ist gut, dass sie da sind, es ist ok zu fühlen. Es ist der Einzige Weg Gefühle zu leben ohne von Ihnen beherrscht zu werden. Denn in der Verdrängung umgehst Du jegliche Emotion als würde sie gar nicht existieren. Erst in der akzeptierenden Auslebung beherrst Du sie. Und nicht sie Dich.

Déjà-vu

Liebes Leben, wir müssen uns mal unterhalten…

Ich weiß wir haben es nicht immer einfach miteinander, sind selten der gleichen Ansicht. Und wir haben echt schon einiges zusammen durch gemacht. Wir kennen uns ja jetzt auch schon einige Jahre… Und auch wenn ich gelernt habe Dich zu mögen, egal was Du auch wieder für einen Unsinn anstellst hätte ich jetzt doch mal eine Frage… Willst Du mich eigentlich verarschen?

Diese Scheiße kennen wir doch irgendwo her.

Ja, natürlich tun wir das. Haben wir nicht schonmal an diesem Punkt gestanden? Ja, das haben wir. Klar, es ist nicht mehr so wie damals, ich hab mich ja auch verändert seit dem, hab mich weiterentwickelt. Aber dennoch ist die Situation so gleich. Sie ist nur anders, weil ich anders reagiere, anders damit umgehe.

Aber mal ehrlich, wenn ich nicht immer die gleichen Fehler machen soll… Liebes Leben, warum tust Du es dann?

Ich sitze hier und frage mich schon wieder, was ich daraus lernen soll. Soll ich die gleiche Situation nochmal durchleben und es diesmal nur besser machen… Oder ist es ein Test, nur um zu prüfen, ob ich mich wieder auf die gleichen „Fehler“ meiner Vergangenheit einlassen soll?

So gesehen waren es ja auch keine „Fehler“. Es gibt schließlich nichts falsches im Leben. Wir sind immer genau da wo wir sein sollen. Also liebes Leben, warum sind wir denn jetzt wieder hier?

Hol den Vodka, wir müssen über Gefühle reden.

Ich hatte mich doch so gut im Griff, war komplett in meiner Mitte, war ruhig, sicher; und jetzt? Mit einem Schlag stehen wir wieder an einer Kreuzung, sollen irgendwo hin gehen und dabei wissen wir mal wieder nicht in welche Richtung.
Wäre ja auch zu einfach, wenn das Leben mit einer Wegbeschreibung geliefert werden würde.

Einfach, ich liebe dieses Wort. Denn wenn ich jeden Weg bisher gegangen bin, dann jedenfalls nie den einfachen. Wobei, streng gesehen weiß ich ja auch nicht, ob andere Wege leichter gewesen wären oder nicht. Kann ja auch nur von dem Weg berichten, den ich gegangen bin.

Ich weiß ja was zu tun ist, nicht drüber nachdenken. Einfach machen, wenn ich das Bedürfnis habe etwas zu tun, dann tue ich es. Und wenn es danach scheiße ist, dann weiß ich aber, dass es nicht so toll ist. Und wenn es gut ist, dann freue ich mich, dass ich es riskiert habe.

Alles besser als hier zu stehen und in meiner Unsicherheit mir tausende „Was wäre wenn“ – Fragen zu stellen.

Doch was will ich eigentlich?

Ich will mal wieder alles, ich würde gerne nochmal das durchleben was ich damals hatte (nur halt besser). Und gleichzeitig will ich ja auch nicht wieder das gleiche durch machen. Ach is doch doof, was soll ich nur tun?

Hallo Leben, bist Du noch da?

Ich rede mir die ganze Zeit den Frust von der Seele und Du sagst mal wieder nichts. Ist doch immer so. Manchmal glaube ich, Du willst mich nur leiden sehen, um zu wissen wie viel ich noch ertragen kann. Ja, ich weiß, Du bist ja nicht gegen mich. Aber leicht machst Du es mir auch nicht.

Soll ich los lassen, es einfach vorbei ziehen lassen, zusehen wie etwas an mir vorbei zieht und mich vielleicht irgendwann fragen „Was wäre wenn ich mich damals einfach darauf eingelassen hätte, Gefühle zugelassen hätte, erlaubt hätte, dass es passieren darf?“?
Oder soll ich mich hinein stürzen, es ausleben, einfach mal wieder alles zulassen, den Schmerz, das Glück, die Emotionen, die alten Erinnerungen, mein altes Ich wieder aufblühen lassen, als eine neuere bessere Version meiner Selbst?

Liebes Leben, jetzt sag doch mal was.

Ich dreh noch durch, nie hätte ich erwarten mich an diesem Punkt mal wieder zu finden. Du bist auf jeden Fall immer wieder für eine Überraschung gut. Doch was ich jetzt tun werde… Gar nichts. Nein, ich werde nichts tun. Ich bin schließlich nicht alleine beteiligt in dieser Situation. Ich werde reagieren, auf die Dinge, die Du mir entgegen bringen wirst.

Wenn ich eines über Dich gelernt hab, mein Liebes Leben…

… Dann habe ich gelernt, dass Du eh immer Deinen Willen durchsetzen wirst. Also wenn Du schon nicht mit mir redest, dann warte ich eben darauf, dass Du mir wieder die nächste Situation in der Angelegenheit entgegen bringst und werde dann entsprechend reagieren.

Nein, ich werde nichts mehr erzwingen, nur weil ein paar alte Emotionen in mir hoch kochen, die Sentimentalität und die Sehnsucht mal wieder an die Tür klopft. Ich werde warten. Denn Geduld ist zwar nicht meine Stärke, aber meine Sicherheit.

Denn wenn Du mir eines gezeigt hast, Liebes Leben, dann dass Du manchmal die Dinge selbst für Dich regelst.

Weißt Du wer Du bist?

Stellen wir uns doch mal die Frage aller Fragen, und nein, ich bin kein Fan von Eventualitäten. Ich liebe Fakten und Verlässlichkeiten, dennoch bin ich nicht konservativ oder in einer strikten Einstellung festgesetzt. Ich bin impulsiv und unkontrolliert, obwohl ich es mag die Kontrolle zu haben. Ich hasse es jedoch kontrolliert zu werden, da ich sehr freilebig bin in meiner Grundstruktur. Witzig, dass ich die überhaupt habe, denn eigentlich hasse ich Strukturen, ich lebe lieber kreativ und uneingeschränkt.

So, für alle, die es noch nicht begriffen haben, worauf ich hinaus will, jeder von uns hat mehrere Teile seiner eigenen Persönlichkeit. Alles Teile, die ihn ausmachen, etwa wie ein Puzzle. Jeder Teil steht für ein eigenen Motiv, doch nur zusammen gelegt, alles an seiner rechtmäßigen Stelle, ergibt es das Gesamtbild.

Und manchmal widersprechen sich manche Teile halt, das eine ist blau, das andere schwarz, manche sind bunt. Ein Teil ist an einer Seite geöffnet, ein anderes ist an allen Seiten geöffnet und wieder ein anderes hat Zugänge, die zu anderen Teilen führen.

Man bedenke bitte an der Stelle, dass es bei keinem Puzzle der Welt ein Teil geben wird, welches von allem Seiten geschlossen ist. Denn sich ganz zu verschließen ist nie eine Option und erst Recht nicht das, was wir anstreben sollten. Bei einem Puzzle sind Randteile immer an einer Seite geschlossen, Eckteile an 2 Seiten. Das sind unsere Grenzen, von denen es auch gut ist, dass sie da sind. Aber dennoch sind unsere Grenzen nach Innen geöffnet, bzw verbunden.

Nun befinden wir uns ja alle in einer Situation, in der die Welt mal viel Zeit hat sich mit sich selbst zu beschäftigen. In China sollen ja Scheidungsanwälte zur Zeit mächtig zu tun haben… Da scheinen wohl einige zu merken, dass ihre tolle stillgelegte Beziehung doch nicht der Sonnenschein hinterm Regenbogen ist. Dinge, die einen vorher nicht gestört haben, da man ja nicht mal sich die Zeit genommen hat sie bewusst wahr zu nehmen, sind plötzlich ein riesen Problem.

Ja, genau darum geht es, die Nichtwahrnehmung der Gesellschaft ist ein entscheidendes Problem, mit dem sich niemand wirklich beschäftigt. Und ich weiß, ich lasse selten etwas Gutes über die heutige Gesellschaft verlauten, aber sind wir doch mal ehrlich; wäre die Gesellschaft ein Tier ginge es ihr besser. Denn ein Tier würde sich niemals selbst einschläfern.

Genau das ist mit uns nämlich passiert, wir sind wie eingeschläfert. Wir achten nicht auf alles was um uns geschieht, nehmen es fast gar nicht war. Dinge, die wir sonst wie selbstverständlich getan haben sind plötzlich so klar und bedeutungsvolle für uns, einfach, weil wir sie nicht mehr tun. Es ist als hätte jemand aus unserem Puzzle ein paar Teile rausgeholt, wir sind nicht mehr vollständig. Manche von uns waren das schon die ganze Zeit nicht, doch es ist ihnen einfach nicht aufgefallen, da sie zu wenig Zeit mit sich selbst verbracht haben.

Und jetzt gilt es einfach zu schauen, welcher Teil von uns fehlt, was genau uns dieses Gefühl gibt unvollständig zu sein. Und dann gilt es zu überlegen, wo wir diesen Teil verloren hatten und wie wir ihn zurück bekommen. Einmal zurück denken, an alles was passiert ist, was es mit uns gemacht hat und warum. Und wie wir all dem, was uns nicht gefällt entgegen wirken können.

Nehmt Euch die Zeit, nutzt sie für Euch und werdet wieder ihr selbst. Erkennt Euch selbst, mit allen Teilen, egal wie klein es auch sein mag. Manche Menschen sind einfach gestrickt, wie ein Puzzle mit 20 Teilen. Doch so viele von uns sind ein Puzzle mit über 1.000 Teilen, ein Meisterwerk, das jedoch nur eins ist, wenn alle Teile vorhanden sind. Findet Eure und werdet auf Eurem Weg in Eurem Leben bewusster und erkennt was Euch wichtig ist und was Euch wirklich ausmacht.

Werdet Euch bewusst, wer ihr wirklich seid.

Und würde jemand mal allen Psychologen da draußen sagen, dass man die Menschliche Persönlichkeit anhand eines Puzzles erklären und aufbauen kann, dann ginge es vielen Menschen sicher auch besser.

Zwiespalt

Zerrissen zwischen mehreren Dingen, die wir alle wollen, doch die sich gegenseitig ausschließen. Jeder kennt dieses Gefühl. Du stehst vor einer Entscheidung, die Du niemals treffen willst. Denn egal wie Du entscheidest Du wirst verlieren.

Generell sind ja all unsere Entscheidungen immer richtig. Doch das macht es nicht leichter sie zu treffen. Wir erleben Dinge, die uns verändern, die uns gut tun. Wir treffen Menschen, die wir nicht verlieren wollen. Doch dann kommt der Moment, an dem Du Dich entscheiden musst, welches von beidem Dir wichtiger ist.

Du willst am liebsten in dieser Schwebe bleiben, Du willst alles haben, obwohl Du weißt, dass das nicht geht. Und doch versuchen wir oft verzweifelt an den Dingen fest zu halten, die uns wichtig sind, auch wenn wir wissen, dass wir uns von einem davon nun trennen müssen.

Die Gewissheit macht es nie leichter, im Gegenteil. Denn in der Gewissheit liegt die Erkenntnis über die Entscheidung. Angenommen wir wüssten nichts davon, dass wir jetzt wählen müssen. Dann würden wir es ja einfach tun ohne drüber nachzudenken und das Thema wäre erledigt. Doch so sind wir uns im Klaren darüber, dass wir etwas los lassen müssen, was uns sehr schwer fallen wird. Sei es ein Job, sei es eine Beziehung, sei es ein Gefühl, sei es ein bestimmter Moment. Wenn wir Menschen eines sehr schwer können, dann „los lassen“.

Viele mögen auf die Ratschläge von Freunden und Bekannten hören, Pro und Contra Listen schreiben, versuchen alles mit der Logik zu lösen oder die Entscheidung jemand anderem auf zu drücken. Doch in allen Fällen ist es wichtig, dass solche Entscheidungen nicht zu lange aufgeschoben werden. Sonst endet es im Chaos, weil unsere Schwäche über uns siegt.

Mir hat jemand mal einen guten Rat gegeben; tue das wovor Du am meisten Angst hast. Denn Deine Angst versucht immer Dich zu beherrschen. In dem Moment indem Du es schaffst dieser Verlustangst die Kontrolle über Dich zu nehmen siehst Du die Dinge klar. Denn wir Menschen leben immer um zu lernen. Und etwas wovor wir Angst haben, ist etwas wovon wir nicht wissen wie wir damit umgehen sollen. Also ist es etwas, was wir noch nicht erlebt haben, probiert haben, gelernt haben.

Also auch wenn es Dir schwer fällt, überwinde Deine Angst und gehe genau diesen Weg. Vergiss nie, die Angst ist nur eine Emotion, die in der Realität nicht existiert. Sie ist immer nur eine Einbildung, die uns versucht zu manipulieren.

Also lass der Angst nie die Kontrolle über Dich, gehe offen und bereit auf das Neue zu und lerne das Leben von allen Seiten zu leben.

Denn jeder Verlust schafft auch Platz für etwas Neues in Deinem Leben.

Zeit

Viele sagen immer Zeit wäre Geld, Zeit ist vergänglich, Zeit ist nur eine weitere Richtlinie im alltäglichen Leben um Dinge fest zu machen. Termine, Verpflichtungen, fast schon als wäre Zeit nur ein weiterer Zwang der Gesellschaft.

Doch Zeit ist mehr. Zeit ist das was Du daraus machst.

Jeder von uns hat genau die gleiche Anzahl an Zeit. Und jeder setzt sie ähnlich ein. Man geht zur Arbeit, man unternimmt Hobbys oder Beschäftigungen in der Freizeit um den Zeitraub auf Stress basierend auszugleichen, man schläft und isst, um seine körperlichen Ressourcen wieder herzustellen.

Doch ich schreibe ja diesen Blog nicht um Euch mit der Negativität des Alltags zu konfrontieren. Ich schreibe diesen Blog jedes Mal aufs Neue um aufzuzeigen, dass genau diese Zeit das wertvollste ist was wir haben.

Die Menschen, denen Du ein Teil Deiner Zeit gibst, genau denen gibst Du damit einen Teil von Dir. Und nein, bei Zeit gibt es keine Kompromisse. Es ist nichts selbstverständliches die Zeit anderer einfach hinzunehmen. Denn wenn ein Mensch Dir Zeit schenkt, dann schenkt er Dir damit einen Teil seines Lebens. Und mal ehrlich, für wen würdet ihr denn schon einfach so Euer Leben geben?

Also vergesst nie, dass jeder Mensch, der sich auch nur auf einen Kaffee mit Euch treffen will Euch damit einen Teil seines Lebens anbietet.

Also wertschätzt nicht die, die Euch das schicke Abendessen spendieren oder Euch eine Einladung auf die tolle Party besorgen. Wertschätzt die, die Euch Zeit geben nach zu denken, die Euch Ihre Zeit geben um Euch zuzuhören, die Euch unterstützen, damit ihr mehr Zeit für andere Tätigkeiten habt.

Denn Zeit mag zwar vergänglich sein, doch wertvoll war immer schon das, was selten ist.

Also lebt heute, lebt jetzt. Nimm Dir Zeit für Dich, besuch den Ort am Meer von dem Du träumst, fahr in die Stadt und erlebe das Leben. Und iss nicht das zweite Stück Kuchen, iss gleich die ganze Torte! Ganz oder gar nicht, denn das Leben wartet nicht auf Dich. Und Deine Problem sind morgen noch die gleichen wie heute.

Tue was Dich glücklich macht und Dir gut tut. Denn für Dein Glück bist nur Du alleine verantwortlich!

Zwischen Wünschen und Wirklichkeit

Kennt ihr das, wenn ihr Euch in Eurem Kopf alles so wunderschön ausgemalt habt und dann plötzlich jemand kommt und den schwarz-weiß Filter drüber legt?

Willkommen in unser aller Traumwelt.

In unseren Gedanken, Träumen, geheimen Wünschen geben wir uns gern unseren Sehnsüchten hin, verstecktes Verlangen, das jeder von uns in sich trägt. Der Mensch hat mehr Bedürfnisse als nur Essen, Trinken und Atmen. Nein, wir brauchen mehr, doch das stellen wir gern mal auf die Seite.

Die meisten Menschen geben sich ihren Sehnsüchten nur hinter heruntergelassenen Rollläden und geschlossenen Türen hin, in Träumen nachts im Schlaf, mit engen Vertrauten an einsamen Orten. Letztlich ist das ja auch ein sicherer Weg:

Wir können unsere Wünsche und Sehnsüchte zulassen und fiktiv ausleben ohne Gefahr zu laufen, dass andere uns dafür verurteilen. Allerdings ist das keine Befriedigung. Es ist eine reine surreale Vorstellung.

So und jetzt hauen wir mal ne Dosis Realismus über das Ganze.

Niemand kann je vollständig sich selbst ausleben, diese Welt ist noch nicht geschaffen dafür. Und in der Realität können wir sowieso nur kontrollieren was wir selbst tun, fühlen, denken. Die Anderen sind frei sie selbst zu sein, so wie wir ja auch wir selbst sein wollen.

Dennoch können wir unsere Sehnsüchte ausleben. Oft sind es nur Gefühle, Emotionalitäten oder gar Nostalgie, die uns in einen bestimmten Modus ruft. Und das ist ok, es ist vollkommen ok, dass Du Deine Sehnsüchte hast. Es ist absolut ok zu versuchen diese auszuleben.

Die 3 größten Sehnsüchte der Menschheit: Sex, Liebe, Vergangenheit

Kurz gesagt: Die Befriedigung des eigenen Selbst.

Das Thema Sex hatten wir ja schon mal. Ich weiß wir alle mögen diesen Thema, aber an der Stelle sparen wir uns das mal jetzt. (Den Post zum Thema Sex findet ihr hier: https://diary-of-destiny.com/2019/07/01/sex/ )

Auch zum Thema Liebe gab es schon einen Post, diesen findet ihr wiederum unter diesem Link: https://diary-of-destiny.com/2019/10/22/liebe/

So, zurück zum eigentlichen Thema… Was reizt diese Gesellschaft an Liebe und Sex? Der Mensch ist von seiner Natur aus nicht dazu gemacht alleine zu sein. Und was verbindet die Menschen am meisten? Richtig, auf der körperlichen Ebene der Sex und auf der Emotionalen Ebene die Liebe; so einfach ist das.

Die meisten Menschen haben irgendwo in sich drin ungelöste seelische Konflikte, die sie immer wieder dazu antreibt diese Sehnsüchte zu haben. Denn da es bei Sehnsüchten um die Befriedigung des eigenen Selbst geht bedeutet es im Umkehrschluss, dass wenn wir eine Sehnsucht haben auf irgendeine Art und Weise unbefriedigt sind.

Die Dritte Sehnsucht der Menschen ist die Sehnsucht nach der Vergangenheit. Viele von uns haben die Sehnsucht nach einem bestimmten Moment aus der eigenen Vergangenheit, an der wir nur zu gern zurück gehen würden, wieder erleben würden, vielleicht sogar etwas ändern würden. Doch egal wie, so etwas ist nicht möglich.

Diese Form der Sehnsucht zeigt uns auf, dass es etwas in unserer Vergangenheit gibt, was noch mciht abgeschlossen ist und uns tief in unserem Inneren immer noch belastet.

Und was genau können wir dagegen tun?

Auf diese Frage gibt es leider keine universale Antwort. Es ist immer ein individueller Fall, welcher offenen seelische Konflikt gelöst und befreit werden muss.

Aus diesem Grund habe ich im September des vergangen Jahres 2019 eine Ausbildung absolviert, um genau an diesen Problematiken mit Euch arbeiten zu können.

Ich versuche Euch auf diesem Blog Möglichkeiten der Selbsterkenntnis zu geben, sodass ihr Eure Themen selbst erkennen könnt. Und solltet ihr Unterstützung brauchen diese zu befreien, oder jemanden, mit dem ihr einfach unverbindlich über all diese Dinge, die Euch bewegen sprechen könnt, so bin ich jederzeit für Euch da. Schickt einfach eine Nachricht über das Kontaktformular hier auf der Homepage oder ruft an unter 06881962833.

Ich wünsche Euch für das Jahr 2020 alles erdenklich Gute dieser Welt. Passt alle gut auf Euch auf und lasst dieses Jahr zu einem ganz tollen für Euch werden!

Der Weg zum Ziel

Halte jemand bitte diesen Zug an, ich möchte aussteigen.

Und dann stehst Du zwischen 2 Haltestellen, mitten im Nirgendwo. Was zur Hölle kam mir da wieder in den Sinn? Ich stehe zwischen Weiter und Zurück und beides ist keine Option mehr für mich. Also wandele ich auf der Zwischengeraden. Mathematisch ist eine Gerade ja bekanntlich eine endlose Linie, ohne Anfang, ohne Ende. Und nun stehst Du auf diesem Punkt und wandelst vor Dich her ohne zu wissen wie es weiter geht.

Zurück ist keine Option, da waren wir schon und wir sind sehr froh, dass wir von da weg sind. Deshalb haben wir uns ja ursprünglich dazu entscheiden weiter zu gehen. Doch weiter ist gerade auch keine Option, denn die Richtung in die das geht, da wollen wir schonmal erst Recht nicht hin. Also wandeln wir auf dieser Geraden zwischen Zurück und Weiter ohne zu wissen wo wir denn jetzt eigentlich hin wollen.

Das Ziel zu ändern ist keine Option, wir wollen es ja schließlich erreichen. Doch dafür müssten wir ja weiter gehen. Und das ist wahrlich nun keine Option. Und zurück gehen wir ganz sicher nicht. Also wandeln wir weiter auf dieser Geraden zwischen Weiter und Zurück.

Irgendwie kommen wir gerade vom Weg ab, ohne dass wir überhaupt irgendwo hin gehen. Ist ja eigentlich ne nette Aussicht hier, das Wetter ist zwar nicht der Hammer, aber am Abgrund der Gesellschaft scheint eben selten die Sonne. Aber schauen wir uns doch mal um, in den Tiefen eines Abgrunds versteckt sich ja meistens ein unterirdischer Tunnel, der uns vielleicht doch noch zum Ziel bringt, ohne, dass wir weiter gehen müssen.

Bringt mir mal bitte jemand ein Kissen und ne Wolldecke? Ich mach’s mir mal zwischen den Stühlen bequem.

Die Leuten gucken alle so komisch, aber ich Regel die Dinge halt auf meine Art. Ich lasse mich nicht gern auf eine bestimmte Schiene drängen oder gar in irgendeine Schublade stecken. Mein Selbstwertgefühl ist zu groß, als dass man es in eine Schublade quetschen könnte.

Die einen reden auf mich ein, wir müssen doch weiter gehen. Die anderen meinen die Situation is so verfahren, dass wir das ganze besser abbrechen und zurück gehen. Gefällt mir halt beides nicht so sonderlich, also sitze ich nun hier zwischen den Stühlen und höre mir die ganzen Diskussionen um mich rum an. Is ja auch nur Gerede, und alleine durch Worte passiert selten etwas.

Plötzlich packt mich die Intuition und ich gehe zum Rand des Abgrunds. Ich stehe auf der Gerade zwischen Weiter und Zurück, nur ein paar Meter von der eigentlichen Strecke entfernt. Ich schaue mir mal diesen Abgrund an… Gott ich bin schon so einige Abgründe in diesem Leben hinunter gestürzt. Aber hab’s ja doch immer irgendwie wieder nach oben geschafft.

Und dann hält mich auf einmal nichts mehr. Ich schaue nocheinmal zurück, dahin wo ich mal war und was ich alles schon geschafft habe und hinter mir gelassen habe. Dann sehe ich noch ein letztes Mal nach Vorne, da wo ich dachte, wo mich mein Weg hinführt. Und mit Anlauf springe ich diesen Abgrund hinunter.

War doch gar nicht so schlimm. Und so übel ist es hier unten auch gar nicht. Und ich sehe einen breiten Weg vor mir, irgendwann wird er mich aus dem Abgrund auch wieder hinaus führen und zurück nach oben. Wo ich dann bin? Keine Ahnung, aber ich lasse mich mal überraschen. Mal sehen was es hier alles zu entdecken gibt. Meine Neugier auf das Neue ist geweckt. Und so gehe ich meinen Weg hier unten, mal sehen wo er mich hinführt. Und das Ziel? Irgendwann werde ich da schon ankommen. Und wer weiß, vielleicht führt mich der Weg des Abgrunds ja sogar über mein Ziel hinaus.

Und was sagt uns das ganze?

Es gibt immer drei Wege im Leben, Du kannst immer Zurück gehen, Du kannst jederzeit weiter gehen, und Du kannst jeder Zeit einen Abgrund runter fallen. Doch merke Dir eins, der Abgrund ist selten Dein Feind. Er ist eher der Weg der Überraschung. Du weißt nie, ob es besser oder schlechter wird. Aber auch im Abgrund gibt es Wege, und die führen meistens noch an ganz andere Orte als Du je Gedacht hättest.

Also bleibe entspannt, denn egal welchen Weg Du gehst, es ist immer der Richtige!